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Luzider Traum – Abenteuer in einer anderen Realität

Photo Paul Bico, Glimpse of a Dream, Creative Commons

Ein Luzider Traum ist ein Traum, in dem man sich bewusst ist, dass man träumt.

Normalerweise träumen wir jede Nacht. Aber meist ist uns während der Traumphase nicht bewusst, dass wir träumen. Wir sehen Dinge, Ereignisse und interagieren mit anderen Menschen oder Wesen. Es läuft ein Film ab, in dem wir entweder selbst mitspielen, oder ein Betrachter sind.

In der Phase, in der wir träumen, wissen wir nicht, dass wir uns in einem Traum befinden. Alles wirkt natürlich und real.

 

LUZIDES TRÄUMEN ist anders.

Wer den Film “Inception” kennt, weiß, worum es hier geht. Eine Gruppe von Menschen ist im Film zum luziden Träumen fähig, teilweise mit Hilfe von starken Tiefschlafmitteln. Sie erschaffen in ihren Träumen ganze Welten, die nicht mehr an unsere physikalischen Gesetze gebunden sind.

Und noch viel mehr. Sie betreten die Träume anderer und manipulieren sie. Im Film geht die Gruppe von Traum-Artisten sogar noch weiter. Sie erschaffen einen Traum in einem Traum.

Das ist LUZIDES TRÄUMEN. Und es ist nicht nur im Film möglich.

Viele Menschen sind dazu fähig. Man kann lernen, es zu steuern. Es gibt Menschen, die eine natürliche Begabung dafür haben, und die völlig leicht und ohne Anstrengung in ihre luziden Träume gleiten.

Menschen die schon einmal einen luziden Traum erlebt haben, berichten von einem faszinierenden Abenteuer. Man ist fähig, seine eigene Realität zu erschaffen. Und man kann diese zu seinem Belieben verändern.

Wie in einem Film, in dem man selbst die Hauptrolle spielt. Alles ist möglich.

Die eigenen Träume bewusst verändern zu können, ist aufregend. Es ist wie auf einem Holodeck bei Star Trek. So real.

In einem normalen Traum weiß man nicht dass man träumt. Man hat keinen Einfluß darauf, was in einem normalen Traum geschieht.

Bei einem Luziden Traum weiß man genau, dass man träumt und ist fähig, die Geschehnisse im Traum nach Belieben zu steuern.

 


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Wann kommt es zu einem Luziden Traum?

Wie bei den meisten Träumen, kommt es auch zu einem Luziden Traum vor allem in der REM-Phase.

Für viele beginnt ein Luzider Traum ganz spontan. Andere trainieren förmlich, um ihre Träume noch besser steuern zu können. Die meisten Menschen versuchen ihre Luziden Träume so angenehm wie möglich zu gestalten.

Da es möglich ist, in so einem Traum so gut wie alles erleben zu können, versuchen die meisten Luziden Träumer die Dinge zu erleben, die sie in der Realität nicht erleben können.

Was gibt es schöneres, als hinein zu tauchen, in eine selbst erschaffene völlig real wirkende Traumwelt. Diese Aussicht hat geradezu etwas magisches.

Man kann bewusst zu fernen Planeten fliegen, Abenteuer mit selbst erschaffenen Wesen erleben. Den Mann der Träume treffen. Ein König sein, Schlachten gewinnen. Die Geheimnisse des Universums erforschen.

Aber hat Luzides Träumen auch noch einen anderen Nutzen?

 

Träume – Einblicke in Parallel Welten

Welche Arten von Träumen gibt es?

 

Therapeutischer Nutzen des Luziden Träumens

Schlaf- und Traumforscher sehen den Nutzen dieser Art von Traum vor allem bei Patienten, die unter Alpträumen leiden. Menschen, die immer wiederkehrende Alpträume haben, können durch erlernen der Technik zum Luziden Träumen ihre Furcht eventuell abbauen.

Wenn der Patient es schafft, in seinem Alptraum Luzid zu werden, kann er sich den Gegebenheiten in seinem Traum stellen. Wenn er zum Beispiel träumt, von einer dunklen Gestalt verfolgt zu werden, könnte er die Gestalt fragen, was sie von ihm will. Warum sie ihn verfolgt.

Er könnte sich dann bewusst mit seiner Furcht auseinandersetzen und sie so besiegen.

Man kann in einem Luziden Traum auch Superkräfte annehmen. Spezielle Fähigkeiten, die man im normalen Leben nicht hat. Dies kann Überlegenheit und Sicherheit vermitteln, sich seinen Ängsten zu stellen.

Der Träumende weiß, er ist nicht in seiner realen Welt sondern in einer Traumwelt. Daher kann er sicher sein, dass ihm nichts passieren wird.

 

Für viele ist Luzides Träumen aber einfach nur ein tolles Abenteuer. Wie eine virtuelle Realität, kann man hier all die Dinge erleben, die man im Wachzustand niemals erleben kann. Und sie kann die eigene Kreativität fördern.

 


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Techniken für Luzides Träumen

Wissenschaftler haben drei verschiedene Techniken getestet, um das Luzide Träumen zu erlernen.

Die Erste ist der sogenannte “Realitätstest”.

Bei diesem Test kommt es darauf an, sich zu vergewissern, ob man wach ist oder träumt.

Während des Tages mussten sich die Probanten mehrere Male fragen, ob sie gerade träumen oder nicht. Um das zu untermauern, mussten sie versuchen, ihre Hand durch eine Wand zu tauchen. Im Wachzustand ist die Wand natürlich undurchdringlich und fest, während im Traum die Hand mühelos durch die Wand geht.

Dies übten die Versuchspersonen während des Tages. Und vielen gelang es dann auch, während sie schliefen, sich daran zu erinnern.

Ein anderer Realitätstest war das lesen von Zeilen in einem Text.

Im Wachzustand bleibt der Text solide und verändert sich nicht. Im Traum allerdings würde sich der Text permanent verändern.

Diese beiden Übungen, während des Tages mehrmals ausgeführt, können dazu führen, dass sich unser Unterbewusstsein im Traum daran erinnert. Wenn wir also träumen und uns daran erinnern, dass wir im Wachzustand Text gelesen haben, oder unsere Hand durch eine Mauer führen wollten, kann das dazu führen, dass wir luzid werden.

Im Film Inception benutzen die Darsteller verschiedene sogenannte “TOTEMS”. Persönliche Dinge, wie einen Kreisel oder einen gezinkten Würfel.

Wenn sie diese Gegenstände im Traum sehen oder berühren, wissen sie, dass sie träumen.

 

Eine andere Methode ist “Der unterbrochene Schlaf”.

Viele werden das schon festgestellt haben. Wir haben ein paar Stunden geschlafen, werden plötzlich geweckt, zum Beispiel durch ein Geräusch, und wir legen uns wieder hin.

Normalerweise schlafen wir dann sehr schnell wieder ein. In dieser zweiten Phase des Schlafs träumen wir intensiver, bzw. bewusster.

Man kann sich diese Technik zu Nutzen machen:

Man stellt sich den Wecker und lässt sich nach 5 bis 6 Stunden Schlaf wecken. Man versucht eine Weile wach zu bleiben. Dann legt man sich wieder schlafen.

Diese Technik bringt normalerweise ein schnelleres Gleiten in die REM-Phase. Die Schlaf-Phase, in der wir träumen. Und meistens gelingt so ein Luzider Traum leichter.

 

Die dritte Möglichkeit ist “Die mnemonische Induktion”.

Was kompliziert klingt, ist sehr einfach:

Wenn wir zu Bett gehen, wiederholen wir folgenden Text und sagen ihn uns immer wieder vor:

“Heute Nacht werde ich mir bewusst, dass ich träume”.  Oder: “Heute Nacht steuere ich meine Träume selbst”.

Dies wiederholen wir solange bis wir eingeschlafen sind.

Unser Unterbewusstsein merkt sich diese Programmierung und die Chancen stehen gut, dass, mit einiger Übung, ein Luzider Traum gelingt.

 

Den meisten Menschen, denen Luzide Träume gelingen, fällt es auch nicht schwer, sich an ihre herkömmlichen Träume zu erinnern. Nachdem sie aufgewacht sind. Man kann die Erinnerung an normale Träume auch trainieren, indem man ein Traum-Tagebuch führt.

Sobald man aufwacht, schreibt man alles, woran man sich noch erinnern kann, schnell auf.

Dazu ist es sinnvoll, das Tagebuch gleich neben dem Bett liegen zu haben.

Je besser man sich an gewöhnliche  Träume erinnert, umso größer die Chance, im Traum luzid zu werden.

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