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Was ist Karma

Karma ist die Auffassung von «Handlungen und Taten», guten wie schlechten. Es ist der endlose Kreislauf von Ursache und Wirkung der auch im Hinduismus und Buddhismus beschrieben ist. Karma ist Verantwortung. Es ist eine Verbindung verschiedener Seelen durch ein oder mehrere Leben. Eine «karmische Schuld» ist etwas, das man jemandem schuldet oder jemand schuldet es uns. Heute oder von früheren Leben her.

Da alles parallel verläuft ist das Rad des Schicksals, das Karma, eine Verbindung von Seelen in parallelen Realitäten. Jedesmal wenn wir inkarnieren und somit wieder auf der Bühne des irdischen Lebens stehen, setzen sich bestimmte Räder der karmischen Evolution in Bewegung.

Erneut finden wir uns ertappt im Spiel der Emotionen, Familienzwiste, erleben Höhen und Tiefen mit Freunden, Partnern und sogenannten Seelengruppen. Alle spielen sie wieder andere Rollen und kreieren andere Realitäten. Hier begegnen wir Menschen und Situationen auf die wir uns keinen Reim machen können. Doch sie alle haben einen Sinn.

 

Karma

Photo: Karma Shugden by Pjotr Wischniewski under Creative Commons Attribution Share Alike 3.0 Unported

Die Erklärungen für Karma können in den verschiedenen Weltanschauungen differieren. Generell ist Karma ein Überbegriff für alles was wir getan haben, was wir im Moment tun und was wir tun werden.

Die Resultate oder Früchte unserer Handlungen wird Karma-Phala genannt. Bei Karma geht es nicht um Vergeltung, Rache, Bestrafung oder Belohnung.

Die Auswirkungen aller Handlungen und Taten kreieren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und machen uns verantwortlich für unser eigenes Leben und der Freude und dem Kummer den wir anderen bringen.

Im Glauben an die Reinkarnation zieht sich Karma durch das gegenwärtige Leben und durch alle vergangenen und zukünftigen Leben. Viele glauben dass Gott beim Karma eine Rolle spielt, z.B. als Verteiler der Früchte des Karmas. Hindus betrachten die natürlichen Gesetze der Ursache massgebend für die Erklärung karmischer Auswirkungen.

 

Gesetz des Karma

Das karmische Gesetz hat eine große Bedeutung. Alle lebenden Kreaturen sind für ihr Karma verantwortlich. Für ihre Handlungen und deren Auswirkung und für die Entlassung aus Samsara.

Das Gesetz des Karma kann zurück verfolgt werden bis zu den frühen Upanishads, den Esoterischen Christlichen Traditionen, den Esseniern und später den Rosicrucianern. Sie alle lehrten dieses Gesetz als das Gesetz von Ursache und Konsequenz.

Hindus glauben dass alles im Universum in einem Zustand der Entstehung, Bewahrung oder Zerstörung ist. Ähnlich wie unser Geist einen Gedanken entstehen läßt, ihn eine Zeit lang verfolgt und bewahrt und ihn schließlich verwirft um einem neuen Gedanken Platz zu machen.

Zusätzlich zu den drei Stadien des Bewusstseins fügen die Hindus einen vierten Zustand hinzu. Turiya oder das reine Bewusstsein. In diesem Zustand ist der Geist nicht mehr damit beschäftigt zu denken sondern er beobachtet die eigenen Gedanken nur.

Es heißt, dass Handlungen im Turiya Zustand kein Karma erzeugen.  Hindus erreichen diesen Zustand des Bewusstseins durch Meditation. Jemand der sich permanent in diesem Zustand befindet, hat Moksha erreicht, die Erlösung, die Befreiung.

Der Prozess der Erlösung vom Karma und damit vom Ego Bewusstsein ist Moksha und kann mit der christlichen Religion der Erlösung verglichen werden.

Eine frühe dramatische Darstellung von Karma findet sich im Gedicht von Mahabharata. Ein junger Krieger, Arjuna, bereitet sich auf eine Schlacht vor und muß erkennen, dass sich auf der gegnerischen Seite Mitglieder seiner eigenen Familie befinden. Er entscheidet sich nicht zu kämpfen.

Krishna sprach zu ihm und erklärte ihm dass es eine gewisse Pflicht gibt, die er erfüllen muß und dass es daher seine Pflicht ist, zu kämpfen.

 


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Karma ist kein Schicksal. Jeder kann nach seinem eigenen freien Willen handeln und damit sein Schicksal selbst gestalten. Wenn wir Güte säen werden wir Güte ernten, wenn wir Böses säen, ernten wir Böses.

Unser jetziges Karma bezieht sich auf ein Resümee all unserer vergangener Leben und wird unsere Zukunft gestalten. Die Bewältigung unseres Karmas liegt in guten und weisen Handlungen und milden Reaktionen.

Karma ist nicht Bestrafung oder Vergeltung sondern einfach ein Ausdruck der Konsequenzen unserer Handlungen. Die Auswirkungen von Karma können durch gute Handlungen gemildert werden und sind kein unausweichliches Schicksal.

 

Hindu Schriften teilen Karma in drei Arten ein: Sanchita (das angehäufte), Prarabdha (das Früchte tragende) und Kriyamana (das momentane). Alles momentane Karma wird zum Sanchita Karma, dem angehäuften. Aus dem Vorrat von Sanchita wird eine Handvoll für eine Lebenszeit auf Erden herausgenommen. Diese Handvoll von Karma die begonnen hat, Früchte zu tragen und damit aufgebraucht sein wird, wird zu Prarabdha.

In dieser Weise wird so lange wie der Vorrat an Sanchita Karma anhält, immer wieder ein Teil davon für eine Inkarnation mit auf den Weg gegeben. Solange bis kein angehäuftes Karma mehr da ist.

Ein Jiva (eine Seele), kann keine Erlösung erlangen solange der Vorrat an Sanchita Karma nicht gänzlich ausgemerzt ist.

 Westliche Interpretation

Millionen Menschen in der westlichen Welt glauben an das Karma und es ist Bestandteil vieler Kulturen und im Verständnis von unzähligen Menschen. Für viele ist Karma plausibler als die ewige Verdamnis in der Hölle.

Spiritualität und der Glaube, dass Tugend belohnt wird und Sünde Leiden bringt, führt zum Glauben und dem Verständnis für Karma. Auch in der westlichen Welt ist der Gedanke dass wenn man Gutes tut, Gutes erfahren wird und negative Handlungen mit schlechten Auswirkungen auf einen zurück kommen, verankert. Die Auswirkungen mögen sich vielleicht nicht sofort zeigen und womöglich zeigen sie sich erst im nächsten Leben.

Lobenswertes Verhalten kann dazu führen, in der nächsten Inkarnation ein angenehmeres Leben zu haben oder wieder geboren zu werden als ein höheres Wesen auf einer höheren Ebene.

Schlechte Taten dagegen resultieren in der Wiedergeburt in ein leidvolles, armes oder anstrengendes Leben.

 

Spiritismus

Im Spiritismus spielt es eine zentrale Rolle, wie das Leben eines jeden aussehen sollte. Seelen sollen selbst bestimmen wie und wann sie Vergeltung erfahren für das was sie getan haben. Behinderungen, körperliche oder mentale Beeinträchtigung oder ein unglückliches Leben, sind Dinge die sich die Seele selbst auferlegt hat, bevor sie inkarniert.

Was Spiritisten von den traditionellen Anschauungen unterscheidet ist die Annahme dass Karma der Seele anhaftet, bzw. angeboren ist, ob sie nun inkarniert ist oder nicht. Die Konsequenzen der schlechten Taten die die Seele begangen hat, dauern über den Zustand des irdischen Lebens hinaus und verursachen Kummer und Leid im Jenseits.

Die Entscheidung für ein hartes nächstes irdisches Leben ist für die Seele eine Möglichkeit, von dem Leid befreit zu werden das sie selbst anderen zugefügt hat. So kann sie ihre Qualitäten für eine höhere glücklichere Ebene erlangen.

Für die Spiritisten gibt es multiple Welten. Es gibt primäre Welten die die Heimat für die jungen neugeborenen Seelen darstellen, die moralisch noch sehr niedrig schwingen. Und es gibt höhere fortgeschrittene Welten wo die Seelen hingehen die bereits sehr viel gelernt haben.

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